Die Milas reisten zusammen mit einem Marathon-Spitzenläufer (Fredi Marti) und zwei Appenzeller-Vorderländer (Hans Kern und Daniel Welz) an den Köln-Marathon. Die Erwartungen waren hoch und sie erfüllten sich auf der ganzen Linie. In sportlicher Hinsicht sticht grossartigen 11. Gesamtplatz von Fredi heraus. Auch die Leistung von Rolf Wälte freut alle, er steht wieder dort, wo er hingehört: An der Mila-Spitze! Und auch Waldi Heeb zeigte eine tolle Leistung: 19. Gesamtplatz beim Halbmarathon!
von Felix Benz
Marathonstimmung
Der Köln-Marathon ist nach Berlin und Hamburg der drittgrösste Marathon Deutschlands. 15’000 starteten über die klassischen 42,2 Kilometer und 6’000 waren über die Halbmarathon-Distanz dabei. 800’000 Zuschauer säumten die Laufstrecke kreuz und quer durch die Domstadt, wo zahlreiche Musikgruppen für eine Stimmung sorgten, wie sie sonst nur während des Kölner Karnevals zu erleben ist. Diese Zuschauermassen sorgten für gute Laune unter den Sportlern und ein „Gänsehautfeeling“, wie es Marathonläufer nur sehr selten erleben können.
Fredi Marti hervorragender 11.
Nicht dass die Mila’s kein Selbstbewusstsein hätten – keinefalls. Die Mila’s sind stark, das ist klar, aber es gibt immer noch stärkere Läufer, von dessen Wissen oder Erfahrungen profitiert werden kann. Und so war es natürlich toll, dass die Milas Fredi Marti nach Köln begleiten durfte. Und dass Fredi dann noch so erfolgreich abschneidet, wer hätte das gedacht? Nur sechs afrikanische Läufer und vier europäische «Profis» stehen auf der Gesamtrangliste vor Fredi (2:34:45). Ein hervorragendes Resultat beim ersten Start in einem international hervorragend besetzten Marathon. In der Kategorienwertung M30 erreicht Fredi sogar den 3. Rang. Dieses Spitzenergebnis überstrahlte bei weitem den kleinen Wehmutstropfen, die angestrebte persönliche Bestzeit verpasst zu haben. Mit diesem eindrücklichen Resultat hat Fredi Marti ein weiteres Mal sein aussergewöhnliches Leistungsvermögen auf der Marathonstrecke bewiesen und sich in der „Champions-League“ der besten Europäischen Marathonläufer etabliert. Zwei weitere «Gäste» durften die Mila betreuen, nämlich Hans Kern und Daniel Welz. Hans hat eine aussergewöhnliche Leistung gezeigt: Bei seinem ersten Marathon überhaupt läuft er die Superzeit von 2:56:51 und das in einer Regelmässigkeit, wovon viele Routiniers nur träumen. Und auch Dani darf mit seiner Leistung sehr zufrieden sein (3:40:42), besonders wenn man seine turbulente Anreise nach Köln kennt. In diesem Sinne ein Tipp: Wer an einen Marathon fliegt, benötigt eine gültige ID, ansonsten kann es ein kleines Problem beim einchecken geben!
Rolfs Taktik
«Einfach locker durchlaufen …» hat Rolf als Ziel für Köln definiert. Solche «Erlebnisläufer» starten aber doch normalerweise nicht in der vordersten Reihe, inmitten der Favoriten, oder? Und die Taktik, die Rolf mit diesem Vorgehen gewählt hat, ging diesmal auf. Nebst Fredi Marti, dessen Rücken er noch auf den ersten Metern sah, hat er während des ganzen Marathon niemanden mehr gekannt. Denn seine Mila-Kollegen durften erst zwei Minuten später starten und so fehlte die Möglichkeit des 1:1 Vergleichs. Im Sog der Spitzenläufer blieb Rolf deutlich unter der drei Stunden-Grenze und war damit schnellster Mila in Köln. Lange musste er aber nicht auf Felix, Donato und Kurt warten. Auch sie profitierten von den lauten Anfeuerungsrufen der riesigen Zuschauermengen entlang der Strecke und konnten, dank den mitreissenden Rhythmen von Sambatruppen, die aufkommende Müdigkeit verdrängen und die letzten Kräfte auf dem langen Weg bis ins Ziel mobilisieren. Sie alle erreichten Ranglistenplätze unter den ersten 600 der über 13’000 im Marathon klassierten Läuferinnen und Läufer. Das gute Gelingen war für Kurt lange Zeit höchst fraglich, denn sein Gepäck reiste getrennt zuerst nach Barcelona ….. (sacha git’s wenn Läufer fliegen ….)
Waldi Top im Halbmarathon
Erstmals wurde in Köln in diesem Jahr neben dem Marathon auch ein separater Lauf über die Halbmarathondistanz angeboten. Waldi hatte sich für diesen Wettkampf entschieden. Seit Oberriet fühlt sie sich wieder von Lauf zu Lauf besser und in Köln hatte Waldi wieder richtig Lust, einen weiteren guten HM zu laufen. Und sie übertraf in der Domstadt die kühnsten Erwartungen und verbesserte ihre Laufzeit von Oberriet um ganze 9 Minuten auf 1:36 Std. Auf der Rangliste steht sie damit an 19. Stelle aller 1’800 klassierten Frauen. In ihrer Kategorie W50 erreicht sie sogar den zweiten Podestplatz. Unter diesen Umständen kann ihr Fredi verzeihen, dass sie ihn am Vortag zum Marathon kurz in Verlegenheit brachte, als er seine Rennschuhe nicht mehr hatte …….
Köln – mehr als nur Kölsch
Selbstverständlich wurde (nach dem Marathon) noch ein bis zwei Kölsch, das traditionelle Kölner Meisterbräu, genossen. Der Gerstensaft gibts in kleinen Gläsern in vielen alten, tradtionellen Gaststuben in Zentrum. Köln bietet den Gästen auch sonst noch vieles. So gehörte auch die Besteigung des Doms zum «Pflichtkonsum» der Milas. Köln aus den verschiedensten Blickwinkeln betrachten, nicht nur während des Marathons – das ist bestens gelungen!!
Ein Laufbericht mit vielen Bildern findet ihr auch unter diesem link.
























