Mathias Nüesch, lange Zeit gemeinsam mit Jan Van Berkel in Führung, musste sich schlussendlich dem Tri-Profi beugen. Mit Isi Albertin und Andreas Weiler stehen zwei weitere Milas weit vorne in der Rangliste des Halbmarathons.
von Felix Benz
Die dritte Austragung des St. Galler Auffahrtslaufes lockte noch mehr Teilnehmer als den Start als die bisherigen. So finishten über die Halbmarathondistanz 1’406 Männer und 534 Frauen, über 10 Kilometer erreichten 802 Männer und 915 Frauen das Ziel. Über beide Distanzen meldeten die Veranstalter wenige Tage vor dem Start, dass alle Maximalkontingente erreicht wurden. Zusammen mit den Kinderläufen beteiligten sich total 6’000 Läuferinnen und Läufer am Event. Eine super Leistung, wenn man bedenkt, dass auf den 21,1 Kilometern von Winkeln über den Gübsensee, quer durch die Stadt zum Klosterplatz und wieder zurück via Kreuzbleiche und Sittertobel ins Ziel in der AFG-Arena rund 300 Meter auf und ab enthalten sind.
Streckenänderung
Die Strecke des Halbmarathons musste im Sittertobel kurzfristig geändert werden. Um die Schwankungen zu verringern bzw. die Stabilität des Fussgängerstegs zu erhöhen, wollen die Veranstalter bauliche Massnahmen durchführen. Dabei erlitt der Steg einen Schaden, sodass er aus Sicherheitsgründen für den Wettkampf nicht mehr benützt werden konnte. Die «Umleitung» führte zu ein paar Höhenmeter mehr, die zu bewältigen waren, aber das ideale Wetter und die grossen Zuschauermengen entschädigten die Läuferinnen und Läufer für diesen «Mehraufwand».
Mathias in Hochform
Bereits beim Bludenzer Halbmarathon begeisterte Mathias Nüesch mit seinem Tagessieg. So stand er dann topmotiviert in St. Gallen am Start und bewies erneut, dass er sich zurzeit über die 21,1 Kilometer zu den schnellsten der Schweiz zählt. Schnell nach dem Start konnte er sich zusammen mit dem Schweizer Triathlon-Profi Jan Van Berkel vom übrigen Feld absetzen. Nach zweidrittel der Renndistanz spürte Mathias, dass sein Begleiter an der Spitze über die grösseren Kraftreserven verfügte und so musste der Mila den Zürcher ziehen lassen. Mit einem Rückstand von gut einer Minute erreichte Nüesch als klarer Zweiter hoch zufrieden das Ziel. Die beiden Spitzenzeiten von 1:15:40 bzw. 1:16:46 sind ausgezeichnete Werte, wenn man bedenkt, dass auf den 21,1 Kilometern von Winkeln über den Gübsensee, quer durch die Stadt zum Klosterplatz und wieder zurück via Kreuzbleiche und Sittertobel ins Ziel in der AFG-Arena rund 300 Meter auf und ab enthalten sind.
Isi, Andreas & Co. mit tadellosen Leistungen
Auch Ismael Albertin glänzt ein weiteres Mal am Auffahrtslauf als Zehnter overall und einer Zeit von 1:21:11. Fünf Minuten länger benötigte Andreas Weiler und ist damit in den Top 50 klassiert. Ramon Hüppi (mit der Startnummer von Rolf Wälte) und Felix Benz bleiben als nächstfolgende Milas unter 1:35. Reto Moschen, Moritz Schmid und Paul Zeni runden mit Ihren Ergebnissen die tolle Mila-Männerbilanz beim 3. Auffahrtslauf ab.
Drei starke Mila-Frauen
Aus Deutschland war Anna Hahner angereist. Sie zählt zu den schnellsten Marathonläuferinnen Deutschlands und gewann den Halbmarathon der Frauen in hervorragenden 1:22:45 Std. Die schnellste Mila-Frau ist Sandra Lichtensteiger auf Rang 33 mit der Laufzeit von 1:42. Eine starke Vorstellung gab Irene Engler (1:53) und auch Edith Lüchinger erreichte das Ziel nach weniger als zwei Stunden.
Ganz da Pappa
«Eingeschriebene» Milas waren heuer über die 10 Kilometer keine am Start. Doch mit Denise Kägi und Dagmar Hutter, die Töchter von Mila-Urgestein und Hoffotograph Sepp Hutter waren doch zwei «Mila-Verwandte» Läuferinnen dabei. Die Laufeinsteigerinnen liefen dank der gekonnten Betreuung ihres Vaters die kleine Runde mit Bravour und genossen dabei die grandiose Stimmung, im Besonderen den Zieleinlauf in der AFG-Arena.
Fotos von Waldi Heeb, Sepp Hutter und Veranstalter


























